Mehr Kohlekraft verursacht steigende Treibhausgasemissionen

Mehr erneuerbare Energien, gleichzeitig aber mehr Emissionen in Deutschland seit 2011: Agora nennt es das „Energiewende-Paradox“. Die Energiewende selbst ist allerdings nicht der Hauptgrund für den erneuten Vormarsch der Kohlekraft in Deutschland, der die Erreichung der Klimaschutzziele immer unwahrscheinlicher werden lässt. Vielmehr ist es der bisher misslungene CO2-Emissionshandel, der Kohle  für Kraftwerksbetreiber und -investoren soviel attraktiver macht als Gaskraftwerke – die sich in ein System der fluktuierend einspeisenden erneuerbaren Energien (technologisch) besser einfügen können und zudem emissionsärmer Energie erzeugen.

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Wind schaltet Braunkohle ab

Ein Sturm im Netzgebiet des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz hat am 5. und 6. Dezember 2013 neue Rekordwerte bei der Windstromeinspeisung in dieses Netz aufgestellt. Am Abend des 5. Dezembers wurde mit 10 763 MW ein neuer die Spitzenwert erreicht. Am darauffolgenden Mittag wurde der Rekord noch überboten: 10 896 MW wurden verzeichnet. Zum Ausgleich mussten bis zu 6700 MW konventionelle Kraftwerke heruntergefahren werden. Das hat vor allem die Braunkohlekraftwerke von Vattenfall getroffen.