PV-Anlage: Die Last mit der Steuer

Soll endlich auch auf das eigene Dach eine Photovoltaik-Anlage? Dann warten nach der Entscheidung für ein Produkt und einen Fachbetrieb noch die lästigen Fragen, wie diese Anlage steuerlich zu bewerten ist.

Bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz kann man sich anhand von zwei kurzen Faktenpapieren einen Überblick verschaffen, was bei der Anmeldung der Anlage und bei der Steuererklärung im Hinblick auf die Umsatz- und die Einkommenssteuer zu beachten ist. Die Papiere kann man sich im „Service & Info“ Bereich auf der Website der Energieagentur runterladen:

http://www.energieagentur.rlp.de/service-info/publikationen/

 

PV-Ausschreibungen: Referentenentwurf liegt vor

Die Pilotphase für das von der Regierung mit dem EEG 2014 eingeführten  Ausschreibungsverfahren für PV-Freiflächenanlagen soll im April 2015 beginnen.

Um die Ausgestaltung der Ausschreibung wird seit Monaten innerhalb der Regierung und mit diversen Lobbys gerungen, unter anderem über die insgesamt zu installierende Leistung, die Größe der Anlagen und die Nutzung von Ackerflächen. Seit letzter Woche gibt es nun einen Referentenentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium.

Hans-Josef Fell, Autor des EEG 2000, listet auf seiner Website einige der eklatantesten Mängel des Entwurfs auf, vom schieren Umfang der Verordnung (100 Seiten) bis zum geringen anvisierten Ausbauvolumen (400 MW). Zu lesen ist seine Stellungnahme hier:

http://www.hans-josef-fell.de/content/index.php/presse-mainmenu-49/schlagzeilen-mainmenu-73/816-pv-ausschreibungen-die-sabotage-der-energiewende-geht-weiter

Dort findet sich auch ein Link zum Entwurf der Verordnung.

Erzeugungsrekord durch Sonne und Wind im Mai 2014

Am 11. Mai 2014 haben fluktuierende erneuerbare Energien um die Mittagszeit rd. 37 GW an Stromleistung erbracht. Dies stellte 67 % der Stromerzeugung dar. 15 GW waren auf Photovoltaik, 22 GW auf Wind zurückzuführen. Über den ganzen Tag erzeugten die beiden Energieträger fast 500 GWh, dies entspricht etwa 48 % des Tagesbedarfs.

Quelle: zfk.de, 13.05.20144
http://www.zfk.de/strom/erneuerbare-energien/wind/artikel/neuer-einspeiserekord-am-sonntag.html

 

Wie Wind und Sonne den Strompreis beeinflussen

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Wie groß ist der Merit-Order-Effekt wirklich?

Der Anteil von erneuerbaren Energien (EE) an der Stromerzeugung steigt kontinuierlich und hat mittlerweile 25% im Jahresmittel erreicht. Gleichzeit ist seit mehreren Jahren ein Rückgang der Strompreise an der Börse zu erkennen. Vertreter der EE-Branche verweisen darauf, dass dieser Strompreisrückgang von den EE verursacht wird. Die Minderkosten insbesondere für die Industrie müssten also von den Kosten der EE-Umlage abgezogen werden.

Die Argumentation, dass über den sogenannten „Merit-Order-Effekt“ der Preis an der Strombörse gesenkt wird ist plausibel. Hier im Blog ist zuletzt Tina Ternus sehr ausführlich auf den Sachverhalt eingegangen.

Dennoch zweifele ich in letzter Zeit, dass der Effekt als Begründung ausreicht. Zum Nachdenken haben mich zwei Fragen gebracht: Weiterlesen

ENERGIEWENDE e.V.: Koalitionsvereinbarung erfüllt Anforderungen der Zukunft nicht

Die energiepolitischen Abschnitte der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU,SPD und CSU erfüllen die Anforderungen der Zukunft nicht. Das ist das Resümee der Beratungen beim offenen Vorstandstreffen des Vereins ENERGIEWENDE am vorigen Donnerstag.

Vor allem wird bemängelt, dass die Koalitionsvereinbarung eine Kostenbremse beim Ausbau der Erneuerbaren Energien als oberstes Ziel hat. Dabei wird zweierlei übersehen: Erstens sind die fossilen Energien wie Braunkohle, Steinkohle und Erdgas mit all ihren Folgekosten vor allem wegen der Klimaschädigung gesellschaftlich viel teurer. Zweitens wird gar nicht analysiert, worauf der Anstieg der EEG-Umlage basiert. Sie wird aus dem Unterschied zwischen der Vergütung, die die Erzeuger für Strom aus Erneuerbaren Energien bekommen und dem jeweiligen Börsenpreis berechnet. Da aber der Börsenpreis gerade durch die Zunahme des Stroms aus Erneuerbaren Energien sinkt, wird der Unterschied immer größer. Diese unsinnige Berechnungsmethode wird gegen einen raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien verwendet, ihr Ausbau wird gedeckelt. Es werden keine Maßnahmen ergriffen, die Ausbauziele im zeitlich abgesteckten Rahmen auch wirklich zu erreichen.

Das Grünstromprivileg wird abgeschafft. Damit wird die Direktvermarktung von Strom aus EEG-Anlagen an Endkunden erschwert.

Beim Thema Arbeitsplätze wird nur an die herkömmliche Großindustrie gedacht. Die vielen tausend Stellen z. B. in Handwerksbetrieben oder in der Solarindustrie, die durch die Reduzierung der Fotovoltaikförderung schon weggefallen sind und weiter bedroht sind, werden gar nicht erwähnt. So wird Deutschland die Industrieführerschaft im Energiebereich an China abgeben müssen.

Bei den Themen Energieeffizienz und Wärmebedarf listet die Koalitionsvereinbarung einige durchaus sinnvolle Maßnahmen wie verstärkte Beratung gerade auch für Kleinverdiener auf. Diese stehen aber alle unter Finanzierungsvorbehalt. Da heißt, sie werden voraussichtlich gar nicht durchgeführt werden können.

Fazit: Die energiepolitischen Abschnitte der Koalitionsvereinbarung tragen die Handschrift der großen Stromkonzerne. Die Energiewende von unten, der Ausbau der Erneuerbaren Energien durch viele dezentrale Anlagen von Privatleuten oder Bürgergenossenschaften wird abgewürgt.