Bericht der Main-Spitze über unsere Veranstaltung „Baukonzepte für mehr Klimaschutz“

Rüsselsheim: In Schule der Zukunft bleibt Hitze draußen

Bei der Hauptversammlung des Vereins Energiewende stehen die Vorzüge von Passivgebäuden im Fokus. Der Kreis hat sich den Klimaschutz seit 2009 auf die Fahne geschrieben.

RÜSSELSHEIM – (nat). Vorbei ist es mit Unterricht bei geöffnetem Fenster, denn die Schule der Zukunft ist in Passivhausbauweise vorgesehen. Das wird beim Vortrag von Monika Kurz im Anschluss an die Hauptversammlung des Vereins Energiewende im Rüsselsheimer Bräu deutlich. Fluglärm und Hitze bleiben weitestgehend draußen, eine an der Decke der Unterrichtsräume angebrachte Lüftungsanlage sorgt für Frischluftzufuhr. „Darüber hinaus können wir mit unseren Baumaßnahmen auf die Befindlichkeiten von Schülern und Lehrern eingehen“, sagt die Mitarbeiterin vom Fachdienst Bau und Technik des Kreises Groß-Gerau über ein schnell reagierendes Heizsystem.

Der Kreis hat sich den Klimaschutz seit 2009 auf die Fahne geschrieben und zehn Neubauten, zwei Erweiterungen sowie fünf Sanierungen mit Passivhauselementen fertiggestellt. „Die Ausgaben amortisieren sich innerhalb von 25 Jahren“, so Kurz. Am Beispiel zweier kreiseigener Schulen machte sie deutlich, dass der Wärmeverbrauch um 23 Prozent reduziert werden konnte. Allerdings sei der Stromverbrauch im Beispiel gestiegen, was nicht zuletzt an der veränderten Nutzung liegt: „Die Schulen haben jetzt ein Ganztagsangebot, zudem sind sie mit Computern und Tablets ausgestattet. Auch Küche und Mensa verbrauchen neben dem Verwaltungstrakt und der Aula mehr Energie“.
Auf ebenfalls großes Interesse stieß der Vortrag von Frank Junker von der ABG Frankfurt/Main Holding, der Baukonzepte für mehr Klimaschutz vorstellte. An Großbauten wie dem „Campo Bornheim“ zeigte er auf, wie Passivhäuser, selbst aus altem Bestand saniert, aussehen können. Junker warb für die Nachhaltigkeit bei der Altbausanierung: „Passivhäuser können gut aussehen und müssen keine kleinen Fenster wie Schießscharten haben“.
Dranbleiben will der Verein an Themen wie dem Alltags-Radverkehr in Rüsselsheim. Neu auf die Agenda soll das Thema E-Mobilität. Hier solle besonders darauf geachtet werden, dass bei der Installierung von Ladesäulen im Stadtgebiet Ökostrom angeboten werde. Auch der Kohleausstieg soll auf eine lokale Ebene gebracht werden.

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