Medienerklärung des Vereins ENERGIEWENDE vom 24.4.2007

In ihrem bislang alarmierendsten Bericht haben die UN vor katastrophalen Folgen des Klimawandels gewarnt. Der vor allem von Menschen verursachte CO2-Ausstoß werde Hungersnöte auslösen, Tier- und Pflanzenarten vernichten, Gletscher zum Abschmelzen bringen und zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen.

 

Der Verein ENERGIEWENDE hält den überbordenden und großenteils völlig unnötigen Flugverkehr für eine der größten Klimasünden. Binnen zehn Jahren explodierte das Passagieraufkommen auf deutschen Flughäfen von 93 auf 144 Mio. Nach Angaben des europäischen Verkehrsverbandes „Transport and Environment“ war der Flugverkehr schon im Jahr 2000 alleine für bis zu 12 % des vom Menschen verursachten Treibhauseffekts innerhalb der EU verantwortlich. ENERGIEWENDE verlangt von den Verantwortlichen endlich energische Gegenmaßnahmen.

 

Selbst die EU-Kommission hat kürzlich einen Plan für Klimaschutz im Flugverkehr vorgelegt. Laut Umweltkommissar Stavros Dimaz sollen alle Fluggesellschaften, die in der EU starten oder landen von 2011 an Verschmutzungsrechte – die so genannten CO2Zertifikate – für ihre Flüge vorlegen.

 

Diese Pläne weisen in die richtige Richtung, reichen aber bei Weitem nicht aus. Flugtickets bleiben zu billig, solange Fluggesellschaften für ihr Benzin keine Steuern zahlen müssen. Bei Kerosin verlangt der Staat, anders als bei Strom und Diesel für Lokomotiven oder Sprit für Autos, keine Steuern. Dadurch entgehen den europäischen Regierungen Milliarden Euros. ENERGIEWENDE fordert Steuern auf Flugbenzin und Mehrwertsteuerpflicht wie bei der Bahn auch für Fluggesellschaften.

 

Der enorme Anstieg des Flugverkehrs muss dringend gebremst werden. Deshalb hält ENERGIEWENDE die Erweiterung des Frankfurter Flughafens für falsch. Die Vorsitzende Heike Muster fordert alle Einwohnerinnen und Einwohner der Region auf, bis zum 7.Mai Einwendungen an das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung zu schicken. „Verwenden Sie eines der Formulare, wie sie z. B. im Umweltamt erhältlich sind, laden Sie eine der vorbereiteten Einwendungen aus dem Internet (z. B. von www.zukunft-rhein-main.de) herunter oder reichen Sie etwas ganz Eigenes ein. Hauptsache, Sie halten den Widerstand aufrecht. Die Zeit arbeitet gegen die Flughafenerweiterung.“

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