Ökostromförderung in GB

Mit Beginn des Jahres 2014 tritt in Großbritannien ein neues Fördermodell für erneuerbare Energien in Kraft. Darüber berichtet Joscha Schmitz in E&M-daily vom 8.10.13.

Derzeit hinkt Großbritannien beim Ökostromausbau deutlich hinter Deutschland her. Mit einem Anteil von 11% erreicht das Land weniger als die Hälfte der deutschen Quote, obwohl das Land viel bessere Bedingungen für Windenergie hat.

Dafür verantwortlich ist das bisherige Fördermodell, das den Investoren erheblich mehr Risiken auflastet als in Deutschland. Diese Situation ändert sich, durch die Reform die ähnliche Verhältnisse wie die aktuelle Marktprämie im EEG bieten soll.

Im neuen Contract-for-difference-Modell (CfD) erhalten EE-Anlagen eine garantierte Einspeisevergütung, die sich aus Einnahmen am Markt und einer zusätzlichen Prämie zusammensetzt. Für eine 15-jährige Laufzeit wird der sog. Strike-Price garantiert. Der Ökostrom wird am Markt verkauft, die Erlöse gibt es zusätzlich zur Einspeisevergütung. Die Einspeisevergütung ist technologiespezifisch und ist an das Preisniveau gebunden. Die Betreiber von EE-Anlagen haben die Aufgabe ihre Erzeugung selbst zu prognostizieren und zu vermarkten.

Über eine langfristige Absicherung für Ausgleichsenergiekosten wird noch diskutiert. Sie wird von Investoren als notwendig betrachtet. Das könnte auch für die Diskussion um die Veränderung des EEG in Deutschland von Interesse sein.

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