Studie: Erneuerbare Energien machen den Strom günstiger

Endlich: Nun gibt es außer der im Auftrag von Greenpeace vom FÖS erstellten Studie zu den versteckten Kosten konventioneller Stromerzeugung auch Forschungserkenntnisse aus dem akademischen Raum zur positiven Wirkung von Erneuerbaren Energien auf den Strompreis. Forscher der Friedrich-Alexander Universität Nürnberg-Erlangen haben (im Rahmen einer Initiative der Siemens AG) auf der Grundlage von Daten der europäischen Strombörse EEX errechnet, dass die Einspeisung von erneuerbaren Energien den deutschen Stromverbrauchern nach dem Atomunglück in Fukushima 2011 Kosten von  insgesamt 11,2 Milliarden Euro erspart haben.

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Negative Strompreise: Konventionelle Kraftwerke und KWK sind zu unflexibel

Nicht mehr länger wird nur den erneuerbaren Energien die Schuld für die Strompreisentwicklung an der Börse gegeben: Eine Studie von Brainpool Energy offenbart, dass die negativen Preise – ein wesentlicher Grund für die steigende EEG-Umlage – vor allem durch die „Inflexibilität der Braun- und Steinkohlekraftwerke sowie des wärmeorientierten Betriebs von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen“ verursacht werden. Diese hätten trotz des „negativen Preissignals von der Börse“ weiter Strom produziert, obwohl viel Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung stand.

Zwischen Dezember 2012 und Dezember 2013 kam es an insgesamt 97 Stunden zu negativen Strompreisen. Brainpool Energy prognostiziert einen Anstieg auf bis zu 1.000 Stunden jährlich in 2022, wenn die konventionellen Kraftwerke nicht flexibler werden. Agora Energiewende, Auftraggeber der Studie, fordert als Konsequenz ein Flexibilitätsgesetz.

Weitere Details und die Studie gibt es hier.

Agora: Strom aus erneuerbaren bereits günstiger als Atomstrom

Ergebnis einer von Prognos durchgeführten Studie: Strom aus Wind und PV-Anlagen können Strom um bis zu 50% günstiger herstellen als neue Atomkraftwerke.

Details zur Studie und weitere Informationen gibt es hier.

Wie Wind und Sonne den Strompreis beeinflussen

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Wie groß ist der Merit-Order-Effekt wirklich?

Der Anteil von erneuerbaren Energien (EE) an der Stromerzeugung steigt kontinuierlich und hat mittlerweile 25% im Jahresmittel erreicht. Gleichzeit ist seit mehreren Jahren ein Rückgang der Strompreise an der Börse zu erkennen. Vertreter der EE-Branche verweisen darauf, dass dieser Strompreisrückgang von den EE verursacht wird. Die Minderkosten insbesondere für die Industrie müssten also von den Kosten der EE-Umlage abgezogen werden.

Die Argumentation, dass über den sogenannten „Merit-Order-Effekt“ der Preis an der Strombörse gesenkt wird ist plausibel. Hier im Blog ist zuletzt Tina Ternus sehr ausführlich auf den Sachverhalt eingegangen.

Dennoch zweifele ich in letzter Zeit, dass der Effekt als Begründung ausreicht. Zum Nachdenken haben mich zwei Fragen gebracht: Weiterlesen

Agora Studie zur Reform das EEG

Die Initiative Agora Energiewende hat eine Studie veröffentlicht, in der sie Vorschläge zur Senkung der EEG-Umlage macht. Hauptansatzpunkt ist die stärkere finanzielle Beteiligung der großen gewerblichen Stromverbraucher an der Energiewende. Agora schlägt zudem vor, Erzeuger von Eigenstrom künftig mit einer „geringen EEG-Umlage“ zu belasten.

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