Oettinger und die Photovoltaik

Herr Oettinger ist der Meinung, die Photovoltaik habe in Deutschland keine große Zukunft.  Man solle Solarstrom lieber dort erzeugen wo es mehr Sonneneinstrahlung gibt, z.B. in Griechenland.
Ein Argument, dass nicht unbedingt neu ist. Was Herr Oettinger natürlich zu sagen vergißt ist, dass der Solarstrom dann anschließend aufwendig mit Hochspannungsleitungen oder gar HGÜ Leitungen wieder nach Deutschland gebracht werden müsste.
Was er auch vergessen hat zu erwähnen ist die Tatsache, dass die meisten deutschen Stromverbraucher kein Dach in Griechenland haben. Man wird also den Solarstrom bei einem Stromkonzern kaufen müssen, der sicherlich auch noch etwas daran verdienen möchte.
Günstiger ist dieses Geschäft nicht für den Stromverbraucher in Deutschland sondern höchstens für die Stromkonzerne in Deutschland…

Übrigens: Solarstromanlagen kosten inzwischen schon knapp unter 2000.-€/kWp Bei einer 25 jährigen Betriebszeit und einem Ertrag von 900kWh/kWp (im trüben Deutschland durchaus üblich) entspricht das einem Strompreis von 8,8 Cent/kWh. In Griechenland wären es für die Griechen (ohne Transport) 6,1Cent/kWh.
Ein Blick auf die Stromrechnung zeigt, dass wir sicherlich keinen großen Fehler machen wenn wir auch in Deutschland weiterhin auf die Photovoltaik setzen und zur Kenntnis nehmen, dass Herr Oettinger schlicht Lobbyarbeit für deutsche Stromkonzerne betreibt.

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