Fortsetzung: Alltagsradverkehr in Rüsselsheim

Unsere nunmehr dritte Tour am 06. Juli 2019 führte uns von der Alexander-von-Humboldt-Schule nach Königstädten und anschließend ins Gewerbegebiet Hasengrund.

Trotz der o.g. umfangreichen Einladungsliste nahm als einzige Stadtverordnete Fr. Steinborn (Bündnis 90/Die Grünen) an der Befahrung teil. Magistrat und Verwaltung waren nicht vertreten.

Es wurde eine Route befahren, die in der beigefügten Karte mit den Punkten 1 →….→ 21 markiert ist.

Der Start erfolgte vor dem Eingang der Humboldtschule mit einer kurzen Besprechung.

Punkte  1 → 2:

Gibt es einen Verkehrsentwicklungsplan? Wann wurde der letzte erstellt? Gefühlt wurde seit 1970 kein neuer Verkehrsentwicklungsplan für Rüsselsheim erstellt. Die Stadtverordnetenversammlung hat am 6. Sept. 2018 die Erarbeitung eines Green City-Plans „Saubere Luft 2017 – 2020“ beschlossen und hiermit das Büro Drees & Sommer beauftragt. Ziel ist ein nachhaltiges und emissionsarmes Mobilitätskonzept. Dieser Plan enthält auch Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs.  Die Erarbeitung eines Verkehrsentwicklungsplans sowie eines Radverkehrskonzeptes sind dringend erforderlich.

Die Fahrradabstellmöglichkeiten vor der Humboldtschule bestehen aus sogenannten Felgenkillern. Die Schulleitung zeigt nach Aussage von Frau Scherer zurzeit (noch) kein besonderes Interesse daran, die Schüler*innen zur stärkeren Nutzung des Fahrrads auf dem Schulweg anzuregen.

Es sollte geprüft werden,  ob Virchowstraße und Sebastian Kneipp-Weg als Radfahrstraßen ausgeschildert werden könnten.

Die Bordstein-Absenkung auf dem Radweg  am Evreuxring für die von der Virchow Straße einbiegenden Radfahrer*innen sollte weiter in Richtung Immanuel Kant Schule verlegt werden.

Punkte  3 → 5:

Die rote Markierung an der Sauerbruchstraße ist abgefahren und sollte erneuert werden.

Die Einfahrt für Radfahrer*innen in die Sauerbruchstraße ist wegen des gleichfalls nach rechts abbiegenden Kfz-Verkehrs kritisch. Vorschlag: Prüfung, ob sowohl die Sauerbruchstraße als auch die Max-von-Laue-Straße als Fahrradstraßen ausgewiesen werden können.

Schüler*innen, die von der Max-von-Laue-Straße nach links in die Rad-Abstellanlage der Immanuel-Kant-Schule einbiegen möchten, werden zurzeit durch „Eltern-Taxis“ gefährdet.

Die Rad-Abstellanlage der Immanuel-Kant-Schule ist vorbildlich.

Punkte  6 → 9:

Für Schüler*innen, die von der Immanuel-Kant-Schule in Richtung Königstädten fahren wollen, müsste unbedingt eine klare und sichere Radverkehrsführung geschaffen werden, wobei auch die von ENERGIEWENDE bereits früher vorgeschlagene Radverkehrsanbindung des geplanten „Quartiers am Ostpark“ berücksichtigt werden sollte.  Die Erfahrungen seit den umfangreichen öffentlichen Diskussionen 1998/99 sollten gezeigt haben, dass man um eine Radverkehrsführung im Gegenverkehr auf der Ostseite der Adam-Opel-Straße nicht herumkommen wird. Hierzu werden bauliche Maßnahmen an der Brücke über den Evreuxring und eine Verbreiterung des Rad-/Fußwegs zwischen Einmündung von Evreuxring und Hessenring (7 → 9) sowie eine eindeutige Wegeführung mit Piktogrammen erforderlich sein.

Punkte  9 → 13:

Wann erfolgt der Ausbau der Kreuzung Hessenring /Adam-Opel-Straße?  Die vorhandene Oberfläche zwischen Hessenring und Marie-Curie-Straße besteht zurzeit aus Verbundsteinpflaster mit  Fase und sollte erneuert werden. Dabei müsste unbedingt der den Rad-/Fußverkehr behindernde Ampelmast in Höhe der Autobahnausfahrt versetzt werden.

An der Südseite der Brücke über die Autobahn (Punkt 11) verbietet zurzeit Verkehrszeichen 254 den Radfahrer*innen Richtung Königstädten die direkte Weiterfahrt auf der Ostseite der Adam-Opel-Straße,  zwingt sie zu einer 180-Grad-Kurve und einer Abfahrt auf einer Rampe mit anschließender Umrundung der Bauten der Firma Hyundai. Das verlängert den direkten Weg für Radfahrer*innen nach Königstädten um einen halben Kilometer. Deshalb ist eine Weiterführung der Gegenverkehrs-Radwegeführung von der Einmündung der Marie-Curie-Straße bis zur Einmündung des Wegs an der Nordseite der Firma Rüger (11→ 13) unbedingt erforderlich.

Die Radweg-Führung Richtung Rüsselsheim (12 → 11) weist starke Schäden auf, die bald beseitigt werden sollten.

Punkte 13 → 15:

Das etwa 90 m lange, teilweise betonierte Wegstück (13 → 14) sollte beschildert und bis zum Anschluss an das bereits asphaltierte und beleuchtete Wegstück zwischen Horlache und der Straße Am Messrutengraben gleichfalls asphaltiert und mit Beleuchtung versehen werden, damit eine direkte Radverbindung zum Neubaugebiet Blauer See hergestellt wird.

Der Weg (14 → 15) am Horlachgraben entlang sollte mit Beleuchtung versehen werden.

Am Punkt 15 sollte die Planung des neuen Edeka-Marktes unbedingt auch die Radverkehrsführung mit einschließen, weil an diesem Knoten die Radverkehre entlang der Bensheimer Straße aus und in Richtung Ost-Königstädten, Alt-Königstädten und Rüsselsheim-Mitte (17→16→15) zusammentreffen. Auf alle Fälle sollte am Punkt 15 eine Überquerung der Bensheimer Straße ermöglicht werden.

Abweichend von der in der Anlage zu diesem Protokoll gezeichneten Route wurde bei der Befahrung am 6. Juli auch die soeben erst fertiggestellte Radwegeführung auf der Fahrbahn der Bensheimer Straße zwischen den Einmündungen von Gundbach- und Forsthausstraße erprobt und die Weiterführung bis zur Gerhart-Hauptmann-Schule befahren. Es herrschte die einhellige Meinung, dass die Führung auf der Fahrbahn sowohl  hinsichtlich der Oberfläche als auch des Sicherheitsgefühls zu bevorzugen sei.

An der Gerhart-Hauptmann-Schule besteht die Fahrrad-Abstellanlage leider auch nur aus sogenannten Felgenkillern.

Punkte 15 → 21:

Am Punkt 16 trifft die bei beiden Touren befahrene Route auf die zweite Hauptverbindung für Radfahrer*innen zwischen Nauheim/Königstädten und Rüsselsheim.  Diese über Punkt 17 und eine Wirtschaftsweg-Brücke („Hasengrundbrücke“) bis zur Stahlstraße (Punkt 18) führende Verbindung sollte als offizielle Radroute deklariert werden, um sie in den Pflegeplan für Radwege einzubinden. Auch eine Beleuchtung dieser durch weitgehend unbebautes Gelände führenden Route sollte in Erwägung gezogen werden.

Durch entsprechende Markierungen (z.B. Piktogrammspur) sollte die Verbindung 18→19→20→21 als wichtige Radverbindung hervorgehoben und gesichert werden. Am Punkt 21 verteilt sich der Radverkehr auf verschiedene Wege in die Innenstadt.

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