Zum „Plus-Energiehaus“ gesellt sich das „Plus-Energieauto“

Niederländische Studenten haben ein Elektroauto konstruiert, das über PV-Module mehr Energie erzeugt, als es beim Fahren verbraucht. 380 Solarzellen mit einer Kapazität von 15 kWh sollen das Auto mindestens 1000 km weit fahren lassen.

Der Solarstrom, der nicht vom Auto selber verbraucht wird, könnte dann ins Hausnetz eingespeist werden. Der Prototyp „Stella Lux“ entspricht in seiner Länge etwa Fahrzeugen der Kombi-Kompaktklasse und bietet Platz für vier Personen und einen Kofferraum.

Mehr Infos und Bilder gibt es in einem Artikel der Wirtschaftswoche.

 

Bald KfW-Förderung für Elektromobile?

Bundesverkehrsminister Dobrindt hat eine Vorlage für ein „Elektromobilitätsgesetz“ erstellt, das durch gewisse Privilegien den Ausbau der Elektromobilität in Deutschland beschleunigen soll. Hierzu könnte neben dem kostenlosen Parken in Innenstädten auch ein KfW-Kredit für E-Fahrzeuge gehören. Mehr auf

http://www.bem-ev.de/elektromobilitatsgesetz-der-bundesregierung/

http://www.e21.info/news/141875

 

 

Elektroautos: TOP oder FLOP?

Podiumsdiskussion von ENERGIEWENDE

Die Internationale Automobil Ausstellung IAA steht in diesen Tagen unter dem Zeichen der Elektromobilität. Nahezu jeder Automobilhersteller zeigt Studien oder Prototypen von Fahrzeugen mit elektrischen Antriebskomponenten. Die Bundesregierung investiert 500 Mio. € in Förderprogramme zum elektrischen Fahren. Die großen Energiekonzerne werben mit aufwendigen Road-Shows für das Fahren mit Strom. Überall wird das Elektroauto mit dem Siegel „Umweltfreundlich“ beworben.

ENERGIEWENDE betrachtet seit Jahren kritisch die verschiedenen Trends im Energiesektor. Da kann das Elektroauto nicht unbeachtet bleiben. Ob Auto fahren mit Strom tatsächlich der Umwelt oder dem Klima dient und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen hat der Verein ENERGIEWENDE e. V. in einer Veranstaltung am 7. Oktober 2009 in der Rüsselsheimer Stadthalle beleuchtet.

Zum Jubiläum der 20-jährigen Vereinsgründung hattte der Verein Referenten aus dem gesamten Bundesgebiet zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Tomi Engel von der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie hat die Rolle des Elektroautos im Solarzeitalter betrachtet, Jochen Linssen vom Forschungszentrum Jülich untersuchte die Auswirkungen von Elektrofahrzeugen auf die elektrische Energieversorgung und Werner Matuszak von der WV Energie AG berichtete über aktuelle Aktivitäten von Fahrzeugherstellern, Energieversorgern und Dienstleistern.

Sehr viele interessierte Menschen hörten und sahen die Vorträge und anschaulichen Präsentationen und beteiligten sich lebhaft an der Diskussion.