Rückblick auf die Veranstaltung „Energiepolitische Wahlprüfsteine“ am 14.09.

Oberbürgermeisterwahl 2017: Wie stehen die Kandidaten zur Energiewende?
Diese Fragestellung machte die Podiumsdiskussion von ENERGIEWENDE im Lassallesaal der Stadthalle zu einer Besonderheit im straffen Wahlveranstaltungskalender der Kandidaten. Amtsinhaber Patrick Burghardt (CDU) sowie seine Mibewerber Udo Bausch (parteilos) und Joachim Walczuch (WsR) äußerten sich vor rund 45 Zuhörerinnen und Zuhörern zu den Themen Verkehr, Gebäudesanierung und Neubaugebiete – mit Fokus auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

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Bericht des Rüsselsheimer Echos über die Podiumsdiskussion „Energiepolitische Wahlprüfsteine“ (OB-Wahl)

Wahlkampfendspurt

Sanierungsstau bei öffentlichen Gebäuden

Von Ralph Keim

Im Wahlkampfendspurt stellten sich auf Einladung des Vereins Energiewende die drei Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl – Patrick Burghardt (CDU), Udo Bausch (parteilos) und Joachim Walczuch (WsR) – einem Thema, das mit Sicherheit nicht den Wahlkampf prägt.

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Bericht der Main Spitze über die Podiumsdiskussion „Energiepolitische Wahlprüfsteine“ (OB-Wahl)

Bei Um­welt­schutz herrscht Ei­nig­keit
 
PO­DI­UMS­DIS­KUSS­ION Al­le drei OB-Kan­di­da­ten wol­len Sa­nie­rung öf­fent­li­cher Ge­bäu­de vor­an­trei­ben
Von Markus Jäger

RÜS­SELS­HEIM. Die drei Kan­di­da­ten für die Ober­bürg­er­meis­ter­wahl ha­ben zur Zeit ein straf­fes Pen­sum zu ab­sol­vie­ren, ei­ne Po­di­ums­dis­kuss­ion jagt die näch­ste. Am Don­ners­tag­abend stell­ten sich OB Pa­trick Burg­hardt (CDU), Udo Bausch (par­tei­los) und Jo­achim Walc­zuch (WsR) den Fra­gen des Ver­eins En­er­gie­wen­de, der be­reits vor der OB-Wahl vor sechs Jah­ren zu ei­ner Po­di­ums­dis­kuss­ion ge­la­den hat­te. 30 Bür­ger wa­ren in den Las­sal­le-Saal der Stadt­hal­le ge­kom­men, um zu hö­ren, was die drei Kan­di­da­ten zu den The­men Um­welt- und Kli­ma­schutz zu sa­gen hat­ten. Die Mo­de­ra­ti­on über­nahm die stell­ver­tre­ten­de Ver­eins­vor­sit­zen­de Lui­sa Schee­rer.

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Presseecho zur Jahresmitgliederversammlung, Teil 2

Artikel aus dem Rüsselsheimer Echo vom 06.02.2017

Beim Hessentag auch ans Klima denken

Alle wichtigen Informationen zum Thema Energiewende können auf einem Bierdeckel Platz finden. Das zeigte Gastredner Daniel Bannasch beim Verein Energiewende, der sich derzeit vor allem mit den Umweltbelastungen beim Hessentag beschäftigt.

Für den Verein Energiewende steht fest, dass das Thema Klimaschutz auch beim diesjährigen Hessentag in Rüsselsheim eine Rolle spielen muss. Bei einem Ereignis dieser Größenordnung entstehen durch die An- und Abreise der Besucher ein erhöhter Energieverbrauch, außerdem wird mehr Abfall produziert. Diese Emissionen, so Luisa Scheerer, 2. Vorsitzende des Vereins Energiewende, entsprächen „mindestens dem jährlichen Treibhausgasausstoß von 1300 Bundesbürgern“. Die größte Belastung, rund 75 Prozent, entstehe bei der An- und Abreise.

 

Information ist wichtig

Das Thema sei schon vor mehr als einem Jahr angesprochen worden, erinnert sich Scheerer. Zu diesem Thema sei auf Anregung des Vereins eine Bachelorarbeit an der Hochschule Rhein-Main entstanden. Um das Thema „Klimaneutraler Hessentag“ umzusetzen, gelte es, mit allen medialen Mitteln optimale Öffentlichkeitsarbeit zu leisten und darüber zu informieren, wie gut die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist und welche Möglichkeiten es gebe, mit Angeboten wie eine Mitfahrzentrale, die eingerichtet werden soll, die Emissionen zu reduzieren.

Kombi Bahn und Rad

Auch die Anfahrt mit dem Rad soll unterstützt werden. So etwa ist eine Radwegkarte geplant, die auch zeigt, wo größere Fahrradabstellflächen während des Hessentags zu finden sind. Auch die Kombinationsmöglichkeiten von Bahn und Rad sollen beworben werden.

Doch damit sei es noch nicht getan, so Scheerer. Intensive Öffentlichkeitsarbeit ist nur der Anfang. Denn der Verein fordert, dass die Stadt nach dem Hessentag mit Messungen und Befragungen herausfindet, wie hoch die Belastungen während des Landesfests tatsächlich waren. Dieser Wert solle dann als Basis dienen, um einen entsprechenden Ausgleich durch Aufforstung oder die Installation einer Photovoltaikanlage für die Produktion von Ökostrom zu veranlassen. „Informieren, messen und ausgleichen.“ Diese drei Dinge gehören für die 2. Vorsitzende zusammen, um einen klimaneutralen Hessentag zu realisieren.

Zum Klimaschutzkonzept, das seit mehr als einem Jahr fertiggestellt ist, aber noch beschlossen werden muss, sagte Scheerer: „Es reicht nicht, wenn das von den Kommunen Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach in Auftrag gegebene Konzept nur zur Kenntnis genommen wird. Ohne Beschluss werden die zahlreichen Handlungsempfehlungen darin nicht angegangen, geschweige denn, realisiert.“

Geht es nach dem Verein, so müsse ein Klimaschutzmanager eingestellt werden, der handlungsbefugt sei und die vorgegebenen Empfehlungen durchsetze. Dass die unter dem Schutzschirm stehende Stadt Rüsselsheim kein Geld hat, um einen Klimaschutzmanager einzustellen, sei insofern unerheblich, weil die Bundesregierung bei einer finanzschwachen Stadt diesen Arbeitsplatz mit bis zu 90 Prozent fördert. Bei der nächsten Bauausschusssitzung soll Thema noch einmal erörtert werden.

Der Vortrag von Daniel Bannasch vom Verein Metropolsolar Rhein-Neckar zeigte anhand von neun Skizzen, die wirklich auf einen Bierdeckel passen, wie wichtig es ist, sich erneuerbaren Energien und insbesondere der Sonne als Hauptenergieversorgerin zu widmen. Starke Kritik übte der Volkswirt an der Bundesregierung, die sehr deutlich zeige, dass sie die Energiewende nicht wolle. Sonst hätte längst sehr viel mehr geschehen können. „Fatal ist es, so zu tun, als seien wir mit dem, was wir im Moment tun, auf dem richtigen Weg“, so Bannasch.

sura

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