Stromspeicherung – Radikal neuer Lösungsvorschlag

Ein Pumpspeicherkraftwerk der anderen Art schlägt Professor Eduard Heindl von der Hochschule Furtwangen vor. Statt Wasser anzuheben, möchte er einen Zylinder aus Granit anheben – mit 1 km Durchmesser und 1 km Höhe! Mit hydraulischem Druck um 500 m angehoben, könnte ein einziger Speicher die Tagesleistung der gesamten Stromwirtschaft in Deutschland speichern. Korrekt müsste man diesen Speicher als „Hubspeicher“ bezeichnen. Den massiven Granitblock möchte Heindl mit bergmännischen Methoden rings herum frei legen – sozusagen aus dem Vollen gebohrt. Anschließend soll eine seitliche Abdichtung dafür sorgen, dass Wasser darunter gepumpt werden kann. Das Wasser hebt den Granitblock an.

Theoretisch sind die wirtschaftlichen Möglichkeiten gut. Bei einer Vergrößerung des Durchmesser und gleichzeitig der Höhe wächst das Volumen – und damit die Speicherkapazität in der 3. Potenz. Da die Hubhöhe mitwächst, geht die Geometrie in der 4. Potenz in die Speicherkapazität ein.

Weitere Erläuterung bietet z. B. Spektrum der Wissenschaft unter http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1061069&_z=859070.

Geeignetes geologische Formationen hat er im Schwarzwald, im Bayerischen Wald und im Harz identifiziert.

Meine Meinung dazu:  Eine kühne Idee, die es allein aufgrund des wirklich neuen Ansatzes verdient, genauer überprüft zu werden.

Wie der deutsche Wutbürger auf einen „Granit-Uluru“ im Schwarzwald reagieren würde bleibt abzuwarten.

Hans-Peter Scheerer

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