F.A.S.-Artikel zu Gebäudedämmung und dena

Trotz vieler Aufklärungskampagnen seitens Energieberatern, Verbraucherzentrale, staatlichen Institutionen und Forschungsinstituten kursieren Gerüchte um die angeblichen Nachteile von Gebäudedämmung weiterhin nicht nur unter Hausbesitzern, sondern auch in den Medien. Am vergangenen Sonntag (20. Juli 2014) ist die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung auf den Zug der Un- und Halbwahrheiten aufgesprungen.

Bei Aussagen wie der folgenden kann man sich nur kopfschüttelnd fragen, welchen Stellenwert eine fundierte journalistische Recherche bei einem Qualitätsblatt noch hat:

„Die Häuser werden mit dicken Platten verpackt, das Dämmen zur Glaubenslehre erhoben – da können noch so viele Sachverständige warnen; vor der Brandgefahr des Styropors, vor dem Schimmelrisiko, der ökologisch bedenklichen Verwertung am Ende des Lebenszyklus. Die Verbände der Hauseigentümer raten ihren Mitgliedern inzwischen davon ab, Fassaden im Nachhinein zu dämmen (rechnet sich praktisch nie).“

Georg Meck, dem Autor des Artikels, und allen weiteren Dämmungs-Zweiflern sei an dieser Stelle ein Blick auf die vielen Informationsportale empfohlen, die mit diesen Vorurteilen aufräumen. Hier beispielhaft eine entsprechende Übersicht der Verbraucherzentrale Hessen:

http://www.verbraucher.de/schimmel–algen–atemnot–irrtuemer-und-vorurteile-beim-baulichen-waermeschutz

Der Artikel „Angriff der Umerzieher“, eigentlich eine Schimpftirade auf die Deutsche Energie-Agentur dena (auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte), überschreitet auf kompletter Linie das gebotene Maß an ausgewogener  Berichterstattung über das Thema Gebäudesanierung, ein zentrales Instrument der Energiewende. Alternative Vorschläge, wie die Effizienzziele der Regierung  erreicht werden können, macht der Autor nicht. Ein Armutszeugnis für ein solches Blatt – wenn auch wenig überraschend, denkt man an die Fehlgriffe, die sich das Schwesterblatt F.A.Z. in diesem Jahr schon erlaubt hat.

Ein Gedanke zu “F.A.S.-Artikel zu Gebäudedämmung und dena

  1. Das ist organisierte Meinungsmache. Das hat mit neutraler und ausgewogener Berichterstattung nichts zu tun. Mal abgesehen davon, dass physikalische Grundprinzipien ignoriert werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.