Die Heizung erneuern mit Förderprogrammen

Dank staatlicher Förderung müssen Hausbesitzer nicht erst lange sparen, um sofort auf erneuerbares Heizen umzusteigen.

Im Wesentlichen eignen sich zwei Förderinstrumente:

Das Marktanreizprogramm (MAP) des BMU fördert die Umstellung von Heizungen in Bestandsgebäuden auf Solarwärme, Wärmepumpen und Holzheizungen. Der Antrag auf Förderung erfolgt über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Zusätzlich können die Heizungsbetreiber ein zinsgünstiges Darlehen mit Tilgungszuschüssen bei der KfW beantragen. Antragsberechtigt sind nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und die öffentliche Hand (z.B. Kommunen zum Heizungsaustausch in Schulen). Die KFW unterstützt nicht nur die Nutzung Erneuerbarer Energien, sondern allgemein die Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden. Das Programm „Energieeffizient Bauen“ adressiert Neubauten; „Energieeffizient Sanieren“ den Wohnungsbestand.
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Eine Steigerung des Anteils der Erneuerbaren Energien für die Wärmeversorgung ist zentral für das Gelingen der Energiewende und das Erreichen der Klimaschutzziele. Der Trend zeigt leider eine gegensätzliche Entwicklung.

Im Jahr 2012 betrug der Anteil der Erneuerbaren Energien am deutschen Wärmeverbrauch 10,4 Prozent und blieb damit konstant zu 2011. Der überwiegende Teil der erneuerbaren Wärmebereitstellung stammte aus Biomasse, davon hauptsächlich aus fester Biomasse (Holz, Bioabfall).

Die Wärmeerzeugung war durch den langen und kalten Winter im ersten Halbjahr 2013 der Hauptverursacher der gestiegenen Energieversorgung und gestiegenen CO2-Emissionen in Deutschland! So nahmen der Erdgasverbrauch um mehr als zehn und der Mineralölverbrauch um drei Prozent zu.
Das Problem: Der Heizungsbestand in Deutschland ist veraltet und noch stark auf fossile Energieträger ausgelegt.  Weniger als ein Viertel der rund 18 Millionen Heizungen mit Feuerungstechnik in Deutschland sind jünger als zehn Jahre und damit auf dem Stand der Technik. Mehr als 70 Prozent der Öl- und Gasheizungen sind sogar älter als 15 Jahre. Nach wie vor basieren heute rund vier Fünftel aller Heizsysteme auf  Öl und Gas.

Es gilt die Faustregel von Energieexperten: Heizkessel, die älter als 20 Jahre sind, sollten ausgetauscht werden. Tauscht ein Hausbesitzer seinen veralteten Heizölkessel beispielsweisegegen eine Holzpelletheizung, kann er den durchschnittlichen Treibhausgas-Ausstoßvon 376 auf 25 Gramm CO2-Äquivalent je Kilowattstunde senken.

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