Politik in Deutschland wird Klimaschutzziele verfehlen

Etwa zeitgleich zum Weltklimagipfel in Paris im Dezember vergangenen Jahres haben das Öko-Institut und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI den Endbericht zum „Klimaschutzszenario 2050“ veröffentlicht. Die Quintessenz: Mit den momentanen Zielen der Bundesregierung im Hinblick auf den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch werden die Klimaschutzziele deutlich verfehlt. Auch die bisherigen Maßnahmen in den wichtigen Bereichen Gebäudeenergieeffizienz und Verkehr sind nicht ausreichend.

Eine Zusammenfassung des Berichts kann im Forschungsradar der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) eingesehen werden.

KfW-Förderung für kommunale Neubauten

Die KfW hat die Förderung von Nichtwohngebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur überarbeitet: Ab 1. Oktober 2015 heißt das bisherige Förderprogramm „IKK – Energetische Stadtsanierung – Energieeffizient sanieren“ dann „IKK – Energieeffizient Bauen und Sanieren“. Neu ist die Ergänzung um eine Neubauförderung und die Gewährung eines Tilgungszuschusses für Einzelmaßnahmen.

Vielleicht ist diese Förderung auch für anstehende Maßnahmen in Rüsselsheim (Hallenbad etc.) von Interesse ?

Die KfW fördert in dem neuen Programm damit nicht nur die Sanierung, sondern auch die Errichtung von Nichtwohngebäuden. Finanziert wird mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen von bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten. Um eine Zuwendung zu bekommen, müssen im Bereich Sanierung die Standards KfW-Effizienzhaus 70, 100 oder Denkmal und beim Neubau die Standards KfW-Effizienzhaus 55 oder 70 erreicht werden. Je besser die Energieeffizienz, desto besser die Förderung.

Neben der umfassenden Sanierung fördert die KfW auch Einzelmaßnahmen, wie beispielsweise Dämmung von Wänden, Dach oder Geschossdecken, Erneuerung von Fenstern oder die Optimierung raumluft- und klimatechnischer Anlagen, der Wärmeerzeugung, Beleuchtung oder der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Neu ist auch, dass die KfW bei der Förderung von Einzelmaßnahmen nicht nur günstige Zinsen, sondern auch Tilgungszuschüsse von 5 Prozent gewährt. Gefördert werden auch Maßnahmen, die zur Vorbereitung, Realisierung und Inbetriebnahme der Maßnahmen erforderlich sind, z.B. Planungskosten oder Aufwendungen für Energiemanagementsysteme. Antragsberechtigt sind Kommunen und rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften.

Weitere Infos gibt es auf der Website der KfW.

Rüsselsheim gewinnt Klimaprojekt-Wettbewerb

Die Stadt Rüsselsheim hat beim Wettbewerb „Klimaprojekt Region Frankfurt RheinMain 2015“ den ersten Preis mit dem Projekt „Aufsuchende Energieberatung für Migranten und andere Interessengemeinschaften“ gewonnen. Das Projekt, das im Rahmen der gemeinsamen Bau- und Energieberatung „Drei gewinnt“ von Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach durchgeführt wurde, überzeugte die Jury durch seinen „äußerst kultursensiblen Ansatz“. In zwei Moscheen wurden zwischen den Gebetszeiten Vorträge zu Energiesparen im Haushalt gehalten, außerdem wurden Menschen mit Migrationshintergrund bei kulturellen Festen gezielt auf das Thema angesprochen.

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EU will das Energieeffizienzlabel für Elektrogeräte überarbeiten

Statt ein „+“ hinter das nächste zu hängen, möchte die EU das Energielabel für Haushaltsgeräte überarbeiten. Die neue Skala soll von G (Effizienzkatastrophe) bis A (top effizient) gehen.

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Energieverbrauch in Deutschland 2014 um 4,7 Prozent gesunken

Was erst einmal Grund zur Freude scheint, entpuppt sich schnell als meteorologisches Phänomen: Die milde Witterung hat im vergangenen Jahr für einen deutlichen Rückgang des Energieverbrauchs in Deutschland gesorgt, vor allem bei Heizöl und Gas. Insgesamt sank der inländische Energieverbrauch gegenüber 2013 um 4,7 Prozent auf 13.077 Petajoule (PJ) und damit auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Die erneuerbaren Energien legten 2014 nur leicht zu. Die Nutzung der regenerativen
Ressourcen stieg um ein halbes Prozent auf 1.453 PJ. Dies ist vor allem auf die stagnierende Nutzung von erneuerbaren Energien im Wärmebereich zurückzuführen. Beim Strom sieht es besser aus: Die Windkraft verzeichnete ein Plus von 8,2 Prozent, bei der Photovoltaik fiel der Zuwachs mit 12,6 Prozent kräftiger aus. Bei der Bruttostromerzeugung liegen die erneuerbaren Energien mit 26,2 Prozent erstmals vorn und haben damit Braunkohle (25,4 Prozent) knapp überholt. Drittgrößte Stromquelle ist Steinkohle (17,8 Prozent), Kernenergie belegt Platz vier (15,8 Prozent).

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