KfW-Förderung für kommunale Neubauten

Die KfW hat die Förderung von Nichtwohngebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur überarbeitet: Ab 1. Oktober 2015 heißt das bisherige Förderprogramm „IKK – Energetische Stadtsanierung – Energieeffizient sanieren“ dann „IKK – Energieeffizient Bauen und Sanieren“. Neu ist die Ergänzung um eine Neubauförderung und die Gewährung eines Tilgungszuschusses für Einzelmaßnahmen.

Vielleicht ist diese Förderung auch für anstehende Maßnahmen in Rüsselsheim (Hallenbad etc.) von Interesse ?

Die KfW fördert in dem neuen Programm damit nicht nur die Sanierung, sondern auch die Errichtung von Nichtwohngebäuden. Finanziert wird mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen von bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten. Um eine Zuwendung zu bekommen, müssen im Bereich Sanierung die Standards KfW-Effizienzhaus 70, 100 oder Denkmal und beim Neubau die Standards KfW-Effizienzhaus 55 oder 70 erreicht werden. Je besser die Energieeffizienz, desto besser die Förderung.

Neben der umfassenden Sanierung fördert die KfW auch Einzelmaßnahmen, wie beispielsweise Dämmung von Wänden, Dach oder Geschossdecken, Erneuerung von Fenstern oder die Optimierung raumluft- und klimatechnischer Anlagen, der Wärmeerzeugung, Beleuchtung oder der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Neu ist auch, dass die KfW bei der Förderung von Einzelmaßnahmen nicht nur günstige Zinsen, sondern auch Tilgungszuschüsse von 5 Prozent gewährt. Gefördert werden auch Maßnahmen, die zur Vorbereitung, Realisierung und Inbetriebnahme der Maßnahmen erforderlich sind, z.B. Planungskosten oder Aufwendungen für Energiemanagementsysteme. Antragsberechtigt sind Kommunen und rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften.

Weitere Infos gibt es auf der Website der KfW.

Rüsselsheim gewinnt Klimaprojekt-Wettbewerb

Die Stadt Rüsselsheim hat beim Wettbewerb „Klimaprojekt Region Frankfurt RheinMain 2015“ den ersten Preis mit dem Projekt „Aufsuchende Energieberatung für Migranten und andere Interessengemeinschaften“ gewonnen. Das Projekt, das im Rahmen der gemeinsamen Bau- und Energieberatung „Drei gewinnt“ von Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach durchgeführt wurde, überzeugte die Jury durch seinen „äußerst kultursensiblen Ansatz“. In zwei Moscheen wurden zwischen den Gebetszeiten Vorträge zu Energiesparen im Haushalt gehalten, außerdem wurden Menschen mit Migrationshintergrund bei kulturellen Festen gezielt auf das Thema angesprochen.

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EU will das Energieeffizienzlabel für Elektrogeräte überarbeiten

Statt ein „+“ hinter das nächste zu hängen, möchte die EU das Energielabel für Haushaltsgeräte überarbeiten. Die neue Skala soll von G (Effizienzkatastrophe) bis A (top effizient) gehen.

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Energieverbrauch in Deutschland 2014 um 4,7 Prozent gesunken

Was erst einmal Grund zur Freude scheint, entpuppt sich schnell als meteorologisches Phänomen: Die milde Witterung hat im vergangenen Jahr für einen deutlichen Rückgang des Energieverbrauchs in Deutschland gesorgt, vor allem bei Heizöl und Gas. Insgesamt sank der inländische Energieverbrauch gegenüber 2013 um 4,7 Prozent auf 13.077 Petajoule (PJ) und damit auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Die erneuerbaren Energien legten 2014 nur leicht zu. Die Nutzung der regenerativen
Ressourcen stieg um ein halbes Prozent auf 1.453 PJ. Dies ist vor allem auf die stagnierende Nutzung von erneuerbaren Energien im Wärmebereich zurückzuführen. Beim Strom sieht es besser aus: Die Windkraft verzeichnete ein Plus von 8,2 Prozent, bei der Photovoltaik fiel der Zuwachs mit 12,6 Prozent kräftiger aus. Bei der Bruttostromerzeugung liegen die erneuerbaren Energien mit 26,2 Prozent erstmals vorn und haben damit Braunkohle (25,4 Prozent) knapp überholt. Drittgrößte Stromquelle ist Steinkohle (17,8 Prozent), Kernenergie belegt Platz vier (15,8 Prozent).

Zur Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

 

Genehmigungen von Erdwärmesonden in Hessen

Die Vorschriften für den Bau und den Betrieb von Erdwärmesonden wurden in den letzten Jahren deutlich verschärft.  Ein Erlass und die Verwaltungsvorschrift von 2014 zeigen die Richtung. Beispielsweise ist  die Nutzung der Erdwärme in der Schutzzone III/IIIA eines Trinkwasserschutzgebietes nicht mehr zulässig. In Rüsselsheim sind das große Teile des Stadtgebietes. Für den Landkreis Groß-Gerau zeigt die Karte , in welchen Gebieten die Nutzung unzulässig ist. Weitere Karten sind beim Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie erhältlich.

Erdwärme Standortbeurteilung LG GG

In den östlichen Stadtteilen von Rüsselsheim sind Erdwärmesonden nicht verboten, jedoch sind verschärfte Vorschriften einzuhalten. Lediglich nördlich der Bahn befinden sich sog. hydrogeologisch und wasserwirtschaftlich günstige Gebiete. Hier sind Erdsonden noch ohne erheblichen Aufwand realisierbar. Doch selbst dort sind einige Vorschriften zu beachten.

Es gibt Anforderungen an das Material, an das Bohrunternehmen, an den Bohrvorgang, an die Verfüllung des Ringraums um die Sondenrohre, an Lecküberwachungseinrichtungen und natürlich an das Frostschutzmittel in den Rohren. Aber auch der Abstand zum Nachbargrundstück und zwischen den Sonden ist geregelt. Zusätzlich kann noch eine regelmäßige Prüfung durch Sachverständige für wassergefährdende Stoffe gefordert werden.

Ausgenommen von den verschärften Vorschriften sind  horizontale Erdwärmekollektoren und Erdwärmekörbe,  die mindestens 1 m über dem Grundwasserstand liegen. Sie gelten auch nicht für Systeme mit Direktverdampfung. Anlagen bei denen Grundwasser entnommen wird fallen ebenfalls nicht darunter, sind aber dennoch stark reguliert.

Diese Vorschriften dürften dazu führen, dass die Verwendung von Erdwärmesonden insbesondere im privaten Bereich deutlich abnimmt und verstärkt auf Erdwärmekollektoren oder auf Luft als Wärmequelle für Wärmepumpen gesetzt wird. Doch das Land Hessen erlässt nicht nur Vorschriften, es hat auch mit einem Leitfaden aus dem Jahr 2011 einen guten Überblick über die Gesamtthematik verfasst, der allenfalls im Bereich der Genehmigungen nicht mehr ganz aktuell ist.

Ich habe diese Recherche angestellt, weil meine vorhandene Erdsondenanlage ermüdet und die Bohrung von weiteren Sonden als eine Alternative in Betracht gezogen wird. Für die neue Bohrung müsste natürlich die derzeitige Genehmigungslage beachtet werden.

Hans-Peter